Rudi Records: Fabio Sartori, Marco Colonna, Cristiano Calcagnile – Suite per Osvaldo

Suite per Osvaldo - CD Cover Satori, Rudi Records

Fabio Sartori, Marco Colonna, Cristiano Calcagnile – Suite per Osvaldo

The trio of pianist Fabio Sartori, author of a beautiful album (IN)Obediens] published three years ago, comes back with a second chapter of original music, explicitly dedicated to the artist Osvaldo Licini. Music that traverses free and obligatory areas, which always leaves great margins for the excellent Marco Colonna (clarinets) and Cristiano Calcagnile (drums), chosen musicians, capable of extending and enriching the compositional material of Sartori. An album of remarkable expressive tension, based on the strategic alternation between rhythmic densities and lyrical openings of great effect.

Line up
Marco Colonna, alto clarinet, clarinet
Fabio Sartori, piano
Cristiano Calcagnile, drums

| Rudi Records

| Italienische Besprechung von Aldo Del Noce

 

Contemplate Music/ Cargo: Studnitzky – KY organic

Studnitzky - Ky organic Cover

Multiinstrumentalist Sebastian Studnitzky hat sich mit dem Schlagzeuger Tim Sarhan und dem Gitarristen Laurenz Karsten ins RecPublica Tonstudio in der polnischen Provinz zurückgezogen und ein Album eingespielt. Die Selbstbeschreibung: „Minimal Techno mit zauberhaft raffinierten Stimmführungen und offene Jazzimprovisationen mit Indie-pop-Harmoniefolgen in Einklang. Rhythmisch, unnahbar und romantisch zugleich.

 

Auand: Neue CDs von Swedish Mobilia, Frank Martino & Filippo Vignato

Neue CDs aus dem Hause des italienischen Labels AUAND RECORDS

AU9062 Swedish Mobilia: „It’s Not Jazz, It’s Worse“

“It’s not jazz, it’s worse”, a work on the move
marking the Italian band’s debut under Auand Records

Rock-oriented distortions and sharp sounds on bare drums: Swedish Mobilia’s style makes itself clear from the first bars. A three-piece band as when starting in 2011, the Italian act has now teamed up with Auand Records for the first time.

In their approach to improvisation, Andrea Bolzoni (guitar), Dario Miranda (bass) and Daniele Frati (drums and percussions) play with a mocking sense of humor on the angular Kiss Miss, the sound often hanging in the balance (as in the opening track Two Nights In Tunisia), ideally staring at the abyss that is just one step away, and filling that short distance with fleeting yet firm reverbs – a constant movement that’s become the band’s own equilibrium.

Such a work could only start on the move: «We were getting back to Milan after playing at a festival in Toulouse – Swedish Mobilia say – It was three days of amazing music and people. After a 10-hour road trip we decided to meet and record anyway: a powerful energy surrounded us, and we didn’t want to miss out that chance of capturing it. The result of those sessions is now in this album: images, glimpses, talks, marvels and secrets, transfers and new experiences. Music is always a proof of what you are, of what you have lived, and somehow of your wills and dreams».

Here lays the strength of their interplay: hints to psychedelia peek out from the dark lines traced by electric guitar and bass, relying on drums and percussion. As Don’t You Mind clearly shows, it’s something way beyond ordinary rhythmic support, thus contributing to add layers of sharper lights and shades.

AU9064 Frank Martino:  „Revert“
 E’ dunque un’opera di oggi che bene si colloca nel nuovo percorso di un jazz meticciato non solo dalle musiche del mondo ma dai viaggi umani e tecnologici nelle geografie planetarie.
Paolo Fresu

Revert è il primo album da leader del chitarrista e produttore Frank Martino. Il disco verrà pubblicato il 18 novembre dall’etichetta Auand, distribuzione Goodfellas.

Se da un lato l’album è un ideale proseguimento del lavoro intrapreso con il gruppo MOF del quale Martino è parte integrante da alcuni anni, dall’altro rappresenta la perfetta messa a fuoco della sua visione artistica grazie alla quale la contaminazione tra jazz e musica elettronica trova la sua piena realizzazione.

Il titolo del disco è Revert, fa riferimento ad una sorta di ritorno alle origini soprattutto per quanto riguarda l’aspetto della composizione e dell’improvvisazione, liberandosi di sovrastrutture troppo rigide. Un album che è scevro da caratterizzazioni di genere e che si muove tra i generi con stravagante naturalezza in un dialogo continuo e curioso: se la matrice è fortemente jazzistica, vista la presenza di parti improvvisate e basate sul reciproco interplay, nel disco sono presenti evidenti riferimenti alla musica funky, noise, „tabula rasa“, seriale, rock, Schonberg e Rachmaninov.

La figura anche di produttore del leader, oltre che di chitarrista, assume particolare importanza nell’album, dove lo studio è un vero e proprio strumento alla pari degli altri.

RareNoiseRecords: Led Bib – Umbrella Weather

LED BIB Erkundet musikalische Grenzen auf RareNoise Debut UMBRELLA WEATHER

Mark Holub, Drums
Pete Grogan, Alto Saxophone
Chris Williams, Alto Saxophone
Liran Donin, Bass
Toby McLaren, Keyboard

Die experimentierfreudige und mutige Band Led Bib hat sich mit sieben Alben eine Reputation in der UK Jazz Szene erarbeitet, mit ausgedehnten Improvisationen und genre-übergreifenden, intensiven Exkursionen. AllMusic hat ihre einzigartige Jazzmarke beschrieben als „explosive enough to blow up your speakers“ derweil The Wire meint „This is the sound of a band having fun…like a hot chainsaw through butter.“ Für ihr RareNoise Debut, ergründet die 5-köpfige Londoner Band weiterhin neues Terrain auf Umbrella Weather.

Untermauert vom Schlagzeug des Gründers Mark Holub und den Basslinien von Liran Donin, optimiert mit Keyboard-Aktionen von Toby McLaren, und angeheizt von zwei Altsaxofonen von Peter Grogan und Chris Williams, kreiert Led Bib einen ganz eigenen Stil irgendwo zwischen John Zorn, Ornette Coleman, Charles Mingus und Eric Dolphy. Alles durchtränkt mit Jazz-Rock Sensitivität.

Vom eigenartigen „Lobster Terror“ zu den wilden Texturen des „Too Many Cooks“, vom chaotischen „Skeleton Key to the City“ bis zum turbulenten „At The Shopping Centre“, der expansiven 5-minütigen Ambient Jam „Insect Invasion“, und dem in Walzertakt überraschend lyrischen Abschluss „Goodbye“, hält diese großartige Truppe auf jedem Stück immer ein Element der Überraschung für den Hörer bereit. Und während „Ceasefire“, „The Boot“ oder das groove-lastige „Women’s Power“ sich wie gut gefertigte Kompositionen anhören, erklärt Holub, dass das meiste auf Umbrella Weather sich im Studio ganz organisch entwickelt, nicht zuletzt durch das gute kollektive Miteinander und den 13 Jahren gemeinsamer Erfahrungen in derselben Konstellation. „Wenig ist tatsächlich aufgeschrieben. Wir arbeiten im typischen Jazzstil mit Soli, die in fast jedem Stück komplett offen und frei sind. Dieses Konzept an freier Impro ist mittlerweile ein eigenes Genre, aber wir betrachten es auf eine andere Art und Weise: einige Stücke komponieren wir im Moment, das ist noch etwas anderes als die Assoziation des freien Improvisierens.“

Led Bib formierte sich 2003 als Teil von Mark Holub’s Abschlussarbeit an der Middlesex University. „Wir haben zunächst viele Besetzungen ausprobiert aber zur Zeit der ersten Plattenerscheinung 2005 (Arboretum, SLAM Productions), war die Fomation perfekt und sie ist seitdem so geblieben“, erklärt er. Holub zählt die Lebensläufe seiner Bandmates auf:

„Chris Williams ist womöglich der involvierteste von uns in der Jazzszene, aber definitiv mehr auf der zeitgenössischen Ebene. Er ist Mitbegründer von Let Spin und ein wichtiges Mitglied von Laura Cole’s Metamorphic.

Liran Donin arbeitet als Produzent in Jazz, Pop und World Music, außerhalb von Led Bib’s Schaffensbereich. Besonders hervorzuheben sind Namvula Rennie, Mulatu Astatke, Arun Ghosh and Chrissie Hynde.

Toby McLaren arbeitet ebenfalls als Produzent, zumeist in der Rockwelt. Er spielt Keyboard für The Heavy, eine Art Soul Rock Band, die in den USA erfolgreich sind. Er scheint im Moment mehr dort zu sein, als irgendwo sonst!

Und dann ist da Pete Grogan. Er spielt mit Alex Horne and the Horne Section, The Brothers Ignatius, The Heavy, derweil er mit Ed Sheeran im Studio ist, Musik arrangiert für einen Roald Dahl Film und überhaupt viel Sessions in diesem Genre spielt.“

Holub’s eigene Vorliebe Rock mit Jazz-Einfluss zu spielen, oder anders herum, wuchs mit der Zeit. Er erklärt „Als ich anfing Jazz zu spielen, kam ich mehr von einem Jam Band/experimentellen Rock Hinter- grund…Grateful Dead, Frank Zappa, Captain Beefheart. Und dann bin ich mehr in den Free Jazz der 60er gerutscht, insbesondere Ornette Coleman, aber auch Eric Dolphy, Charles Mingus und Miles Davis.“

Die beiden Altsaxofonisten Grogan und Williams sind charakteristisch für das punkige Jazz-Ensemble. „Die Idee kam durch Zufall“, sagt Holub. „Irgendjemand schlug einen zweiten Altsaxofonisten vor und ich dachte, ‚Hey, zwei Altos! Das könnte man machen!‘, ich denke ich mochte die ‚hässliche Schönheit‘ dieser Kombination. Es hat etwas Harsches zwei Altos zusammen spielen zu lassen, was gut klingt wenn die Musik heavy ist. Aber es hat auch etwas bittersüßes, wenn die beiden Timbres in den stilleren Momenten aufeinander treffen.“

Seit der Gründung vor 13 Jahren, hat diese vorausdenkende Jazzband einen kontrollierten Missklang und eine „hässliche Schönheit“ entwickelt, die wir auf Umbrella Weather hören können. „Über die Zeit, glaube ich, hat sich Led Bib recht weit von meiner ursprünglichen Vision entfernt“, sagt Holub. „Es ist ein Gruppenprojekt geworden, welches beeinflusst wird durch die Interessen der anderen Mitglieder, aber ich steuere das Schiff. Das ist was Led Bib für mich so besonders macht, dass der Sound eine natürliche Evolution durchlaufen hat, mit den Ideen und Einflüssen von uns allen, und nicht etwas Vorbestimmtes ist, was einem vorgegebenem Sound entspricht.“

TRACKS
1. Lobster Terror
2. Ceasefire
3. On The Roundabout
4. Fields Of Forgetfulness
5. Too Many Cooks
6. Women’s Power
7. Insect Invasion
8. At The Shopping Centre
9. Skeleton Key To The City
10. The Boot
11. Marching Orders
12. Goodbye

Ein Service der Jazzpages - Jazz in Deutschland

Boomslang Records: Mats Gustafsson & Alfred Vogel

BLOW+BEAT
a duo recording of
MATS GUSTAFSSON (tenor / bariton & slide saxophon) and ALFRED VOGEL (drums & junk percussion)

„exquisite and excellent music – open up your ears folks!!!“ CONCERTO
The two musicians have been waiting for this since a long time. In summer 2016 they gave it a chance when Gustafsson played on Vogel´s festival BEZAU BEATZ with his power-free-jazz-trio THE THING. After a short holiday weekend Gustafsson was ready to blow and Vogel to beat. „my baritone never sounded any better“ claims the reed wizard while Vogel who was also doing the mix seems to be free as a bird can be – way up in the sky and down to earth …

Ein Service der Jazzpages - Jazz in Deutschland