Personality Records: Jens Düppe – Dancing Beauty

Zu verstehen, dass Dinge nicht vorbestimmt sind, sondern schlicht alles möglich ist, schafft einen Raum für Chancen, welcher unerschöpflich scheint. Ein Grundsatz, der einen der größten Musikpioniere des vergangenen Jahrhunderts stets begleitet hat. „[…] befreien wir uns von dem Zwang, das Beste aussuchen zu wollen. Damit sind unsere Möglichkeiten unbegrenzt, alles wird interessant.“ – John Cage. Er war musikalischer Revolutionär, Genie, Freigeist und Meister seiner Kunst. Cage hat mit seinen Leitideen und Musik-philosophischen Denkansätzen die Musikwelt maßgeblich verändert.

Es waren vor allem diese philosophischen Statements, die Cage zu seiner eigenen Musik formulierte, welche den Kölner Jens Düppe in seinen Bann zogen. Dieser hat sich neun Aussagen des Jahrhundertmusikers angenommen und sie als Grundlage für einen kreativen Entstehungsprozess benutzt. Wohl ganz im Sinne von Cage hat sich der Schlagzeuger frei von Genregrenzen und musikalischen Schranken von diesen Zitaten leiten lassen. Besonders zeigt sich das Potential dieser Idee durch die Umsetzung Düppes in dem Song „Dancing Plastic Bag“: ein drei minütiges Stück Musik, gespielt nur mit Hilfe von zwei Plastiktüten.
Es sind aber nicht nur die Zitate von Cage, die Düppe beim Komponieren beflügelt haben. Frederik Kösters an der Trompete, Lars Duppler am Piano und Christian Ramond am Bass sind seine Wegbegleiter und Inspiratoren. Sie alle haben mit ihrem außerordentlichen Können eine ganz individuelle Klangvielfalt entwickelt, auf die Düppe beim Komponieren jedes Stückes explizit eingegangen ist. Die Folge ist ein unverwechselbarer Gesamtklang als Band, welcher so in fast zehn Jahren gemeinsamen Spiels entstehen konnte.
VÖ 22.9.2017

Leo Records: Lacy Pool_2

Lacy Pool 2 - Leo Records

Lacy Pool is a small group of musicians whom Uwe Oberg picks to unlock Steve Lacy’s compositions. Why no bass? Uwe Oberg: „That never was a question. I wanted the band to function unlike a jazz quartet and it should not have a soprano sax. Now Lacy’s pieces were mine and ours, and it got easier and easier, everything fell into place. The clarity, the repeating motifs, the collage approach, the deconstruction, the flow. What fun!“ Uwe Oberg – piano, Rudi Mahall – clarinets, Michael Griener – drums.

Rudi Records: Fabio Sartori, Marco Colonna, Cristiano Calcagnile – Suite per Osvaldo

Suite per Osvaldo - CD Cover Satori, Rudi Records

Fabio Sartori, Marco Colonna, Cristiano Calcagnile – Suite per Osvaldo

The trio of pianist Fabio Sartori, author of a beautiful album (IN)Obediens] published three years ago, comes back with a second chapter of original music, explicitly dedicated to the artist Osvaldo Licini. Music that traverses free and obligatory areas, which always leaves great margins for the excellent Marco Colonna (clarinets) and Cristiano Calcagnile (drums), chosen musicians, capable of extending and enriching the compositional material of Sartori. An album of remarkable expressive tension, based on the strategic alternation between rhythmic densities and lyrical openings of great effect.

Line up
Marco Colonna, alto clarinet, clarinet
Fabio Sartori, piano
Cristiano Calcagnile, drums

| Rudi Records

| Italienische Besprechung von Aldo Del Noce

 

Unit Records: Dominic Egli’s Plurism – MORE FUFU!

Foto Cover: Dominic Egli's Plurism - More Fufu!

Auf Unit Records erschien das neue Album des Trios PLURISM, Dominc Egli (mit Donat Fisch, Sax und Raffaele Bossard, Bass) und dem Gasttrompeter aus Südafrika, der Legende Fezile „Feya“ Faku. „MORE FUFU!“ bewegt sich zwischen Jazz, Improvised Music und African Folklore.

| Unit Records

Neue CDs bei Jazzology – Jazz im Freien Radio Rhein-Neckar, Bermudafunk

Frank Schindelbeck stellte in seiner Sendung Jazzology im Freien Radio Rhein-Neckar neue CDs der Label Mochermusic, Auand und Alfa Music mit Musik von Jochen Feucht, Alessandro La Corte, Marco Boccia, Zeno de Rossi vor. Die Playlist findet sich auf den Jazzpages.