Cordmusic: „Abstract Truth“ Cordula Hamacher Quartett

Mit „Abstract Truth“ legt die Mannheimer Musikerin Cordula Hamacher die zweite CD mit ihrem Quartett vor. Das Release-Konzert findet am Samstag, den 16. September 2017 in Port25 – Raum für Gegenwartskunst statt.  Beginn ist um 20 Uhr, Karten sind an der Abendkasse erhältlich und kosten 15 Euro / ermäßigt 12 Euro.
Das Konzert ist gleichzeitig der Auftakt zur Konzertreihe „Live im Port“, für die Cordula Hamacher als Kuratorin verantwortlich ist.
Die neuen Kompositionen Hamachers bewegen sich zwischen Tradition und Moderne. Sie sind Impulsgeber, lassen Freiräume um Abzweigungen zu nehmen, sich treiben zu lassen. Trotzdem finden die unterschiedlichen Musikerpersönlichkeiten auf ihrem gemeinsamen Weg zu einem spannenden Ganzen zusammen. „Abstract Truth“ ist eine musikalische Auseinandersetzung mit dem Leben, seinen Höhen und Tiefen.
Konzertbesetzung:
Cordula Hamacher (Tenor- und Sopransaxofon)
Zoran Terzic (Klavier)
Johannes Fink (Kontrabass)
Jan Leipnitz, (Schlagzeug)

Moosicus: Albert Mangelsdorff – The Jazz Sextet

Die Reihe historischer Aufnahmen aus den Archiven des Norddeutschen Rundfunks, die beim Label Moosicus unter dem Titel „NDR 60 Years Jazz Edition“ lief, wird MIG (Made In Germany Music GmbH) unter dem Titel „NDR Jazz Edition“ weiterführen.

Zunächst geht in dieser Reihe im August „ALBERT MANGELSDORFF – THE JAZZ SEXTET“ an den Start. Die Aufnahme aus dem ehemaligen Hamburger Studio 10, stammt vom 12. April 1957, ist also ein ganz früher Mangelsdorff.  Der damalige Jazz-Redakteur Hans Gertberg hatte ein Ensemble nach Hamburg eingeladen, das sich auf Tournee in Europa befand. „The Jazz Sextet“ nannte sich das illustre Tournee-Ensemble.  „Wer Lust hat an Etiketten, mag das „Westcoast“ nennen – in erster Linie aber ist ein selbstbewusstes, extrem gut sortiertes Ensemble zu hören“, schreibt Michael Laages in seinen Linernotes zum Album.

Personality Records: Jens Düppe – Dancing Beauty

Zu verstehen, dass Dinge nicht vorbestimmt sind, sondern schlicht alles möglich ist, schafft einen Raum für Chancen, welcher unerschöpflich scheint. Ein Grundsatz, der einen der größten Musikpioniere des vergangenen Jahrhunderts stets begleitet hat. „[…] befreien wir uns von dem Zwang, das Beste aussuchen zu wollen. Damit sind unsere Möglichkeiten unbegrenzt, alles wird interessant.“ – John Cage. Er war musikalischer Revolutionär, Genie, Freigeist und Meister seiner Kunst. Cage hat mit seinen Leitideen und Musik-philosophischen Denkansätzen die Musikwelt maßgeblich verändert.

Es waren vor allem diese philosophischen Statements, die Cage zu seiner eigenen Musik formulierte, welche den Kölner Jens Düppe in seinen Bann zogen. Dieser hat sich neun Aussagen des Jahrhundertmusikers angenommen und sie als Grundlage für einen kreativen Entstehungsprozess benutzt. Wohl ganz im Sinne von Cage hat sich der Schlagzeuger frei von Genregrenzen und musikalischen Schranken von diesen Zitaten leiten lassen. Besonders zeigt sich das Potential dieser Idee durch die Umsetzung Düppes in dem Song „Dancing Plastic Bag“: ein drei minütiges Stück Musik, gespielt nur mit Hilfe von zwei Plastiktüten.
Es sind aber nicht nur die Zitate von Cage, die Düppe beim Komponieren beflügelt haben. Frederik Kösters an der Trompete, Lars Duppler am Piano und Christian Ramond am Bass sind seine Wegbegleiter und Inspiratoren. Sie alle haben mit ihrem außerordentlichen Können eine ganz individuelle Klangvielfalt entwickelt, auf die Düppe beim Komponieren jedes Stückes explizit eingegangen ist. Die Folge ist ein unverwechselbarer Gesamtklang als Band, welcher so in fast zehn Jahren gemeinsamen Spiels entstehen konnte.
VÖ 22.9.2017

„Saluting Sgt. Pepper“ – Neue CD von Django Bates und hr-Bigband

Im Juni 1967 erschien das wohl einflussreichste Rockalbum aller Zeiten: „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ von den Beatles. Django Bates schenkte es damals seiner Schwester: „Durch die geschlossene Tür ihres Zimmers hörte ich diese unglaubliche Vielfalt der Klänge, Genres, Effekte und Überraschungen.“ Zum 50. Geburtstag dieses Meilensteins der Popgeschichte legt der britische Jazz-Tausendsassa nun eine orchestrale Fassung für die hr-Bigband und das Poptrio „Eggs Laid By Tigers“ vor. Am 7. Juli erscheint die CD „Saluting Sgt. Pepper“ bei Edition Records.

Leo Records: Lacy Pool_2

Lacy Pool 2 - Leo Records

Lacy Pool is a small group of musicians whom Uwe Oberg picks to unlock Steve Lacy’s compositions. Why no bass? Uwe Oberg: „That never was a question. I wanted the band to function unlike a jazz quartet and it should not have a soprano sax. Now Lacy’s pieces were mine and ours, and it got easier and easier, everything fell into place. The clarity, the repeating motifs, the collage approach, the deconstruction, the flow. What fun!“ Uwe Oberg – piano, Rudi Mahall – clarinets, Michael Griener – drums.